Zukunft der Region

Professor Bogumil präsentiert Gutachten zur Entwicklung der Region

V.l.: Verbandsdirektor Hennig Brandes, Prof. Dr. Jörg Bogumil mit seinem Mitarbeiter Marc Seuberlich und der  Vorsitzende der Verbandsversammlung Detlef Tanke

Wie kann der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) – wie kann die Region gestärkt werden? Mit dieser wichtigen Frage hat sich im Auftrag des ZGB Prof. Dr. Jörg Bogumil, renommierter Professor für öffentliche Verwaltung, Stadt- und Regionalpolitik der Ruhr-Universität Bochum, auseinandergesetzt und ein Gutachten vorgelegt. Dieses wurde am 17.03.2015 vorgestellt.

„Zur Weiterentwicklung der Region gibt es keine einfache Lösung, aber dennoch großen Handlungsbedarf.“

Er habe Aufgaben herausgearbeitet, deren Verlagerung auf den ZGB vorteilhaft sei und unmittelbar erfolgen könne. So sollten beide bisherigen Pflichtaufgaben Regionalplanung und ÖPNV erweitert und gestärkt werden. Der ZGB könne beispielsweise die Genehmigungsbehörde für die Flächennutzungsplanung der kreisangehörigen Kommunen sein, ebenso könnten Geodaten zentral erhoben und vorgehalten und das Regionalmonitoring ausgebaut  werden. Ganz wichtig: die Aufgabe Regionalverkehr solle nicht nur auf den ÖPNV beschränkt sein, sondern die Gesamtmobilität im Sinne einer regionalen Verkehrsentwicklungsplanung voranbringen. „Eine gute Mobilität ist für den Gesamtraum ein zentraler Standortfaktor“, sagt Prof Bogumil.

Ein regionales Fördermittelmanagement sei eine Aufgabe, für die sich der ZGB anbiete. Das Amt für regionale Landesentwicklung erwarte regional abgestimmte Projekte und Förderanträge. Dazu sollten beim ZGB Kompetenzen etabliert werden, die den Kommunen helfen antragsreife Projekte zu entwickeln. Weitere Aufgaben sieht Bogumil  in der Profilierung der Berufsschulen und der stärkeren Koordination der Schülerbeförderung.

Schließlich macht der Gutachter den Vorschlag, den ZGB in einen Regionalverband umzubenennen, weil dies die Intention, die regionale Zusammenarbeit auszubauen, verdeutlichen würde. In den zahlreichen Expertengesprächen sei deutlich geworden, dass es Unzufriedenheiten mit dem Aufbau des ZGB gebe. Bogumil macht Vorschläge, wie zum Bespiel die Stadt Wolfsburg mit mehr Mandaten vertreten sein könnte und wie die Hauptverwaltungsbeamten durch ein eigenes Stimmrecht mehr Mitsprache im Regionalverband bekommen könnten.

Reaktionen aus der Region

Professor Bogumil wird auf dem Abend der Region 2015 das Gutachten den Vertreterinnen und Vertretern der Region vorstellen. Bis dahin besteht die Möglichkeit, Stellung zu dem Gutachten zu beziehen. Die Stellungnahmen und ein erstes Fazit werden ebenfalls am Abend der Region präsentiert.

Sie können das Gutachten hier herunterladen:

Die eingegangenen Stellungnahmen sind auf dieser Seite einsehbar