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Regiobahn soll zweigleisig fahren
Zweckverband untersucht Boden für Bau einer zweiten Spur – Anwohner und Samtgemeinde nicht informiert


Von Reiner Silberstein

AUSBÜTTEL. Anwohner und Samtgemeinde sind etwas überrascht: Immer wieder sind Landvermesser westlich von Ausbüttel zu sehen. Des Rätsels Lösung: Für die Regionalstadtbahn soll bis 2009 ein Ausweichgleis gebaut werden.

"Wir waren nicht informiert, das gefällt uns nicht", berichtete Bauamtsleiter Rof-Otto Fabian kürzlich während einer Ausschusssitzung. Tatsächlich waren vor Weihnachten und in den vergangenen Tagen immer wieder Vermesser im Auftrag des Zweckverbands Großraum Braunschweig zwischen Rötgesbüttel und Ausbüttel tätig und hatten nicht einmal den Eigentümern Bescheid gesagt, auf dessen Grundstücken sie sich bewegten.

Nach Aussage von Verbandsdirektor Martin Kleemeyer seien bereits die Bodenverhältnisse untersucht worden – ohne überraschende Ergebnisse. Somit sei der Stand der Planung im Augenblick, dass ein etwa 800 Meter langes zusätzliches Gleis gebaut wird, und zwar am Rötgesbütteler Bahnhof beginnend bis Ausbüttel Dorf auf Höhe des Ribbesbütteler Weges – eines Wirtschaftsweges, den die Landwirte benutzen, um zu ihren Feldern auf der anderen Seite zu kommen. So könnten sich zwei Züge auf der Strecke ohne lange Wartezeiten begegnen.

Die Empörung bei Anwohnern und Politikern könne er allerdings nicht ganz verstehen,schließlich sei das Gleis von Anfang an für die Regiostadtbahn geplant. Allerdings gibt er zu: "Zunächst war das Gleis zwischen Meine und Rötgesbüttel vorgesehen." Doch nachdem sich die Gesamtlänge der Strecke geändert hat (ursprünglich sollte die Bahn bis zum Gifhorner Schloss fahren), habe sich auch das ganze Betriebskonzept geändert, die alte Variante sei verworfen worden. Dennoch: Er sagt zu, alle Beteiligten künftig frühzeitig informieren zu lassen.

Die Ausbütteler Bewohner sind jedenfalls nicht begeistert vom Zusatzgleis. Die Landwirte wissen nach wie vor nicht, ob sie den Ribbesbütteler Weg mit ihren Maschinen weiterhin so problemlos queren können wie bisher. Laut Kleemeyer soll das Doppelgleis allerdings kurz vorher wieder in ein einfaches münden. Die Anwohner befürchten jedenfalls, dass es bei den kurzen Taktzeiten der Regiobahn später zu einer zusätzlichen Lärmbelästigung kommt – schließlich seien die Ausbütteler durch den Verkehr auf der Bundesstraße 4 schon gebeutelt genug.

 

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