Regionales Raumordnungsprogramm 2008

Aufgaben des RROP

Umschlag RROP 2008 für den Großraum Braunschweig

Zentrale Aufgabe der Regionalplanung ist es, die übergeordneten öffentlichen Ansprüche an den Raum auf regionaler Ebene zu sichern, zu ordnen und zu entwickeln. Dazu wird ein Regionales Raumordnungsprogramm – kurz RROP – erstellt.

Das RROP legt die angestrebte räumliche Entwicklung für die Region fest: Es weist beispielsweise Orte aus, auf die sich die Siedlungsentwicklung konzentrieren soll, macht Aussagen zur Entwicklung von Wohn-, Gewerbe- und Industrieflächen oder benennt Bereiche, in denen Natur und Landschaft Vorrang haben. Dabei werden Vorgaben des Landes berücksichtigt.

Der Zweckverband Großraum Braunschweig erarbeitet das RROP unter Beteiligung einer Vielzahl von Behörden und Institutionen. Hierzu gehören unter anderem Gemeinden, Städte und Kreise und benachbarte Regionen sowie Fachbehörden, Naturschutzverbände und die Öffentlichkeit. Sie alle haben die Möglichkeit, über ihre Stellungnahmen Änderungsvorschläge und eigene Vorhaben in den Prozess zur Entwicklung der Region einzubringen.

Nach Fertigstellung des RROP sind sie an die dort festgelegten Ziele gebunden. Aufgrund der Rahmen setzenden Funktion des RROP verbleiben bei der Umsetzung der Planung viele Gestaltungsmöglichkeiten.

Für Investoren sowie Einwohnerinnen und Einwohner hat das RROP keine direkte Rechtsverbindlichkeit. Sie sind nur indirekt durch behördliche Entscheidungen oder die Bauleitpläne der Kommunen an die Vorgaben der Regionalplanung gebunden. Für die Bürger der Region ist das RROP eine umfassende Informationsquelle für übergeordnete Planungsfragen.


Bestandteile des RROP

Das RROP gliedert sich in vier Bestandteile: Die beschreibende und zeichnerische Darstellung, die Begründung und den Umweltbericht.

Die Beschreibende Darstellung umfasst Leitbilder als übergeordneten Rahmen für die räumliche Entwicklung sowie Grundsätze und Ziele. Die Ziele sind von den Behörden verbindlich zu beachten, die Grundsätze sind in Entscheidungen einzubeziehen, können aber nach eigenem fachlichen Ermessen abgewogen werden.

Die Zeichnerische Darstellung legt zum Beispiel Verkehrswege und Siedlungen in einem Plan im Maßstab 1:50.000 fest und weist Vorbehaltsgebiete für großflächige Nutzungen wie zum Beispiel Erholung oder Landwirtschaft aus, die langfristig zu sichern und zu entwickeln sind.

In Vorbehaltsgebieten ist bei allen Planungen und Nutzungen auf die festgelegten Belange Rücksicht zu nehmen.

Daneben sind für besonders wichtige oder schutzbedürftige Belange, wie beispielsweise für Natur und Landschaft oder Windkraftanlagen, Vorranggebiete festgelegt. In diesen haben die festgelegten Nutzungen Vorrang vor jeder anderen Inanspruchnahme.

Interaktive Karte öffnen

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Die Begründung gibt weiterführende Informationen zu den einzelnen Themen und erklärt die Festlegungen des beschreibenden und zeichnerischen Teils.

Mit dem Umweltbericht enthält das RROP für den Großraum Braunschweig erstmals eine sogenannte strategische Umweltprüfung (SUP). Sie beschreibt, wie sich die im RROP dargestellten Grundsätze und Ziele auf die Umwelt und die Schutzgebiete von europäischer Bedeutung auswirken.


Weitere Informationen


Unterlagen zum RROP

Textliches

Karten (PDF)

Karten (Interaktiv)

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RROP 2008 - zeichnerische Darstellung

Erläuterungskarte 1: Vorranggebiet Freiraumfunktionen [zu RROP 2008, Kapitel III 1.2 und Begründung Tabelle III-2] 

Erläuterungskarte 2: Vorranggebiet Natura 2000 und Vorranggebiet Natura 2000 - mit linienhafter Ausprägung [zu RROP 2008, Kapitel III 1.3 und Begründung Tabelle III-3 und Tabelle III-4] 

Erläuterungskarte 3: Vorrang- und Vorbehaltsgebiet Rohstoffgewinnung [zu RROP 2008, Kapitel III 2.3] 

Erläuterungskarte 4: Vorranggebiet Regional bedeutsamer Wanderweg - Radfahren, - Reiten, - Wandern, - Wasserwandern [zu RROP 2008, Kapitel III 2.4 und Begründung Tabelle III-30] 

Erläuterungskarte 5: Vorrang- und Vorbehaltsgebiet Hochwasserschutz [zu RROP 2008, Kapitel III 2.5.4] 

Erläuterungskarte 6: Streckenbelastungen im motorisierten Individualverkehr - Trendszenario 2030 [zu RROP 2008, Kapitel IV 1.4] 

Erläuterungskarte 7: Regionales Radverkehrsnetz - Netzkarte [zu RROP 2008, Kapitel IV 1.5]