Fachwerk satt und Landschaft pur |
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Fachwerk satt und Landschaft pur
Hornburg - Kleiner Fallstein - Osterwieck - Wülperode
- Vienenburg - Weddingen - Liebenburg -
Gielde - Schladen - Hornburg
![]() Fachwerkensemble in der Wasserstraße (Hornburg) © Fredie Kern |
Die Fahrt beginnt in der schönen Fachwerkstadt Hornburg und führt zuerst zur Nachbarstadt Osterwieck. Dazu muss der Kleine Fallstein erklommen werden. Immer oben auf dem Kamm entlang geht es, bis die Straße nach Hoppenstedt kreuzt. Ein Stück auf der Landstraße Richtung Osterwieck und dann rechts nach Stötterlingen. Am Ortseingang links in die Feldmark und nach Überquerung einer neuen Brücke für Fußgänger und Radfahrer weiter am östlichen Ilse-Ufer entlang, der doppeltürmigen Kirche St. Stephani entgegen. In Osterwieck angekommen, sollte der Blick in Schäfers Hof nicht vergessen werden. Die Route weiter nach Vienenburg geht auf gleichem Pfad an der Ilse zurück und in Stötterlingen durch den Ort nach Lüttgenrode und weiter nach Wülperode - erst steil bergab und dann wieder leicht ansteigend. In Wülperode kann, wenn die Puste aus ist, nach Norden zurück nach Hornburg abgezweigt werden (Fachwerkroute). Ist noch genug Luft im Reifen, geht es über Wiedelah per Schussfahrt nach Vienenburg. Dort am Rande des Harlyberges entlang zum Kloster Wöltingerode und weiter auf der Landstraße über Weddingen und Groß Döhren nach Liebenburg. Der Abstecher zum Hausmannsturm hinauf ist bei | |
| klarer Sicht den aufzubringenden Schweiß
wert. Auf der Fahrt nach Schladen geht die Route durchs anmutige Warnetal.
In Schladen geht es nördlich an der Oker entlang hinauf zur Kaiserpfalz
Werla. Bis auf einen Gedenkstein ist dort aber nichts mehr von
der alten Burg zu sehen. Die Route zum Ausgangspunkt zurück meidet
die Bundesstraße und enthält nochmals eine kleinere Steigungsstrecke
hinter Isingerode. Die alternative Warnetalroute ist fast doppelt so lang wie die Fachwerkroute, hat aber deutlich weniger Steigungen. Auf der Verbindung Hornburg - Vienenburg kann man auch ein Stück auf dem unbeschilderten Harzvorland-Radweg fahren. Von Liebenburg bis Gielde geht es teilweise den neu beschilderten Weser-Harz-Heide-Radfernweg entlang. |
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Hornburg
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Kaum mehr als 3000 Einwohner hat die Stadt Hornburg. Manche Stadtrandsiedlung
in der Region ist größer und macht sich breit auf der Landkarte.
Wer unwissend zum unscheinbaren Kartenfleck Hornburg kommt, wird sehr
überrascht sein beim Durchfahren der unzerstörten Altstadt hinauf
zur Hornburg. Verschachtelte Fachwerkhäuser rechts und links gleichen
einem Freilichtmuseum. An den mächtigen Burgmauern stützen sich
romantisch die Häuser und laden zum gemeinsamen Verweilen ein. |
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Osterwieck Im nördlichen Harzvorland idyllisch im Tal der Ilse gelegen, ist die über 1000jährige Kleinstadt Osterwieck an der Straße der Romanik Anziehungspunkt für viele Touristen. Der mittelalterliche Stadtkern mit dem Wahrzeichen der Stadt, der St. Stephani-Kirche, und den 400 Fachwerkbauten aus der Spätgotik bis zum Klassizismus sowie geschlossene Straßenzüge, geprägt von reizvollem Schnitzwerk, bestimmen noch heute das Bild von Osterwieck. Hervorzuheben sind das "Eulenspiegelhaus", die "Alte Voigtei" und der "Schäfers Hof` mit dem Taubenturm als unveränderter mittelalterlicher Ackerbürgerhof mit Bauerngarten. Das Heimatmuseum, das in dem im Jahre 1534 erbauten alten Rathaus untergebracht ist, lohnt den Besuch seiner Ausstellung; ein Prunkstück ist der Hochzeitsteller aus der Zeit um 1480. Das Fachwerkjuwel Osterwieck zählt heute 4.300 Einwohner. |
![]() Schäfers Hof in Osterwieck © Fredie Kern |
Ältestes Bahnhofsgbäude Deutschlands
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Das Empfangsgebäude Vienenburg von
1840 wird heute als "ältestes erhaltenes Bahnhofsgebäude
Deutschlands" bezeichnet. Zwischenzeitlich gab es Diskussionen, ob
nicht Schladen das "ältere" Gebäude aufweisen kann.
Auch in den neuen Bundesländern sind sehr alte Bahnhöfe erhalten
geblieben. Das Gebäude in Vienenburg wurde in den 1980er Jahren vor
dem Abriss bewahrt, als die Deutsche Bahn einen neuen Zweckbau plante. Es
wurde im Ursprungszustand restauriert. Die Originalfassade, die unter einer
anderen Verkleidung erhalten geblieben war, wurde wieder freigelegt und
erstrahlt jetzt in neuem Glanz. Im Empfangsgebäude ist ein Cafe, eine
Bücherei, die Touristinformation und das Eisenbahnmuseum untergebracht.
Es gibt einen Überblick über die Entwicklung der Eisenbahn im
Nordharz. Neben einer Vielzahl von Exponaten wird auf einer Modellbahnanlage das Geschehen rund um den Vienenburger Bahnhof Anfang der 1960er Jahre gezeigt. Im Freigelände ist auf der "Harzburger Seite" des Personenbahnhofs seit 1988 ein Teil der ehemaligen Gleisanlagen neu entstanden. Das Museum wird vom Verein zur Förderung des Eisenbahnmuseums Vienenburg unterhalten. |
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| Vienenburg - Ältestes Bahnofsgebäude Deutschlands
- © Fredie Kern |
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| Öffnungszeiten Eisenbahnmuseum: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. 15 - 17 Uhr Außenanlage: jederzeit |
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Burg und Schloss Liebenburg
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Im 12. und 13. Jahrhundert hatten die Braunschweiger Herzöge zwei
sehr wichtige Wehranlagen in ihrem Grenzgebiet geschaffen - die Burg Lichtenberg
und die Harliburg. Bei der welfischen Teilung 1286 zwischen Heinrich dem
Wunderlichen, Albrecht dem Fetten von Göttingen und Wilhelm von Wolfenbüttel
war es zu Unstimmigkeiten gekommen. Heinrich war mit seinem Anteil nicht
zufrieden und fiel in die Gebiete seiner Brüder ein. Er ließ
von der Harliburg aus Raubzüge in die hildesheimischen und halberstädtischen
Gebiete unternehmen. Ein Ende der Streitigkeiten versuchte der Hildesheimer
Bischof zu erreichen, indem er dem Herzog riet, die Harliburg zu verkaufen.
Dies lehnte dieser natürlich hart ab. Das Gegenteil war erreicht.
Heinrich verschärfte seine Raubzüge immer mehr. Darauf taten
sich die Bischöfe, Fürsten, Grafen und Städte zusammen
und erstürmten 1291 die Harliburg. Sie wurde erobert und dem Erdboden
gleichgemacht. Diesen Zeitpunkt benutzte der Bischof von Hildesheim, eine
eigene Burg gegen weitere Übergriffe in diesem Gebiet anzulegen.
Die geeignete Stelle fand er am Osthang des Salzgitter-Höhenzuges.
Hier fällt der Berg steil in das über den Pass führende
Quertal abt. Noch heute hat man hier vom Hausmannsturm aus einen guten
Weitblick über die "Heerstraßen". 1750-1754 wurde
die Liebenburg mitsamt der erst 1643 erbauten Kirche abtragen. Nur Reste
blieben erhalten, wie der Wachtmeister- oder Hausmannsturm auf der nördlichen
Höhe, Reste von zwei weiteren Mauertürmen und einige Stücke
der Ringmauer. Ab 1754 wurde das Barockschloss an gleicher Stelle aufgebaut,
das heute vom Künstler Gerd Winner bewohnt wird. |
Kaiserpfalz Werla
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Auf der Bahnreise von Braunschweig nach Goslar folgt der Schienenverlauf
der Okerniederung zwischen Oderwald und Asse. Nach dem Halt in Börßum
steigt die westliche Aueböschung überraschend auf eine Höhe
von etwa 20m an. Bei genauerer Betrachtung des Geländes wird ein
sich zur Oker hin erstreckender Sporn deutlich. Auf dieser markanten Terrasse
befand sich einst die bedeutende Kaiserpfalz Werla - eine Burganlage zum
Schutze der aus Osten nach Sachsen einfallenden Ungarn. Sie war schwer
einnehmbar, da sie von drei Seiten durch die steile Böschung und
die wilde Oker und die Sümpfe des Großen Bruchs geschützt
war. Noch heute ist der Weg auf das Hochplatau nur von Werlaburgdorf aus
bequem. |