Regionale e-Radschnellwege

Klimaschutzteilkonzept Mobilität - Regionale e-Radschnellwege als Instrument zum Klimaschutz und zur CO2-Minderung im Alltagsverkehr

Projekthintergrund

Der ZGB versteht sich als Motor einer nachhaltigen Regionalentwicklung und hat schon frühzeitig durch eine Reihe verschiedener Maßnahmen und Initiativen zur Entwicklung regenerativer Energieerzeugung durch Wind und Solar die Weichen in Richtung einer klimaverträglichen Zukunft gestellt. Die Förderung und Ausweitung der Angebote für den Fahrradverkehr sind für das verkehrspolitische Leitbild im RROP und die CO2-Emissionen Minderungsziele des ZGB wesentliche Bausteine. Der ZGB will den Radverkehr als gleichwertiges Verkehrsmittel in den Fokus der Bürger rücken.

Der erste Schritt in Richtung 100%-Erneuerbare-Energie-Region ist das regionale Energie- und Klimaschutzkonzeptes (REnKCO2). Im Rahmen dessen wurde das "Leitbild einer 100 % Erneuerbaren-Energien-Region Großraum Braunschweig im Jahr 2050" erstellt. Die Reduzierung des Energieverbrauchs im Verkehrssektor ist dabei ein wichtiger Baustein. Der Fahrradverkehr in Alltag, Beruf und Freizeit steht hierbei im Fokus. Der REnKCO2-Abschlussbericht benennt 30 Ziele zur CO2-Minimierung, u. a. die Optimierung des Radwegenetzes, die Schaffung von Radschnellwegen und die Bereitstellung von Infrastruktur für Elektromobilität.

Das Projekt Klimaschutzteilkonzept e-Radschnellwege im Großraum Braunschweig

Hinsichtlich der klimaschädlichen Belastungen durch den motorisierten Individualverkehr (MIV) soll in einem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) geförderten Klimaschutzteilkonzept untersucht werden, ob der Radverkehr auf e-Radschnellwegen den MIV nennenswert ersetzen und hierdurch zur CO2-Minderung im Großraum Braunschweig beitragen kann. Im Fokus steht der Alltagsverkehr auf dem Fahrrad. Bedeutende Arbeitsplatzstandorte sind die Volkswagenwerke in Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter, die Siemens-Werke in Braunschweig und das Waggonbauwerk Alstom in Salzgitter. Der ständig steigende Alltags- und Berufsverkehr mit dem PKW führt für Kommunen wie Wirtschaft zu einem erheblichen Handlungsdruck. Die täglichen Staus bringen unproduktive Zeitverschwendung für die Mitarbeiter mit sich, setzen schädliche Emissionen frei und verbrauchen zusätzlich klimaschädliche fossile Energie. Darüber hinaus kosten die Mitarbeiterparkplätze den Firmen viel Geld.

Dabei stellt die große Zahl der Arbeitnehmer ein erhebliches Nutzerpotential für den Fahrradverkehr dar. Vor dem Hintergrund sollen in dem Klimaschutzteilkonzept geeignete und durch hohe Pendlerströme im Arbeits- und Bildungsverkehr frequentierte Relationen identifiziert und daraufhin untersucht werden, ob sie für regionale e-Radschnellwege geeignet sind und hierdurch wesentlich zum Klimaschutz und zur CO2-Minderung im Großraum Braunschweig beitragen. Das Klimaschutzteilkonzept ist als Prozess angelegt, der durch intensive Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit begleitet wird. Die Ergebnisse und ermittelten Maßnahmen sollen durch die Klimaschutzinitiative des ZGB weitergetragen werden.

Projektförderung

Das Projekt mit dem Förderkennzeichen: 03K02197 hat eine Laufzeit vom 01.12.2015 bis 30.11.2016.

Das Klimaschutzteilkonzept wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) aus dem Sondervermögen "Energie und Klimafonds" gefördert. Grundlage ist die Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Weitere Informationen zur Initiative des BMUB wie u. a. die neue Förderrichtlinie vom 22.September 2015 (Kommunalrichtlinie), wichtige Termine und weitere Infos finden Sie unter: https://www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen