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STADT+UM+LAND 2030 - allgemein

Mit dem Ideenwettbewerb „Stadt 2030“ hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Jahr 2000 die Städte und Gemeinden in Deutschland aufgerufen, ganzheitliche Perspektiven und Leitvisionen für die Zukunft der Stadt im Jahre 2030 zu entwerfen. In diesem Rahmen lud das BMBF daher die Kommunen ein, in Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen Zukunftskonzeptionen und Leitbilder für ihre Stadt und Region zu formulieren.

An diesem Ideenwettbewerb haben sich bundesweit mehr als 100 Städte und Stadtregionen beteiligt. 21 von ihnen hat das BMBF ausgewählt und aufgefordert, ihre Leitbildprozesse durchzuführen.

Ausgewählt wurde auch das hiesige Stadt 2030–Projekt

„STADT+UM+LAND 2030 Region Braunschweig“.

Karte Großraum BraunschweigZiel des Vorhabens „STADT+UM+LAND 2030 Region Braunschweig“, das im April 2002 begann und im September 2003 formal endet, ist es, Leitbilder, Visionen und Ziele für die gesamte Stadtregion Braunschweig im Hinblick auf den Zeithorizont 2030 zu entwickeln.

Im Zentrum dieser Betrachtung steht dabei das - nicht nur räumliche - Beziehungsgeflecht von Kernstädten (STADT+...), Umlandgemeinden (...+UM+...) und ländlichen Räumen (...+LAND).

Wesentliche inhaltliche Forschungsfelder stellen dabei die Bereiche

  • Wohnen und Versorgen,
  • Landschaft, Siedlung und Verkehr,
  • Arbeit und
  • Kooperation

dar.

Weitere Determinanten des Projektes sind die sich bereits heute abzeichnenden Entwicklungslinien in der Stadtregion Braunschweig. Sie betreffen sowohl die Städte als auch die ländlichen Gemeinden.

  • Die Städte Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter schrumpfen.
  • Die Umlandgemeinden der Städte, z.B. Samtgemeinde Papenteich, wachsen.
  • Die Bevölkerung der ländlichen Räume, z.B. der Samtgemeinde Schöppenstedt, schrumpft.
BevölkerungsentwicklungJüngste Prognosen sagen einen erheblichen Bevölkerungsrückgang voraus, der sich in den einzelnen Teilräumen verschiedenartig und unterschiedlich drastisch aufgrund der spezifischen Charakteristika bemerkbar machen wird.

Auslöser für die starke Schrumpfung der Großstädte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg ist die bundesweit anhaltende Tendenz der sogenannten Suburbanisierung: Die Bevölkerungsschwerpunkte und das Wachstum verlagern sich von der Kernstadt an den Stadtrand und v.a. in das Umland. Die städtische Bevölkerung altert überdurchschnittlich.

Für die kommenden Jahrzehnte ist abzusehen, dass sich die Innenstädte und ländlichen, stadtfernen Regionen entleeren.

Die Visionen und Leitbilder sollen für das Jahr 2030 auf Ebene der Stadt-Region und vor dem Hintergrund des Bevölkerungsrückgangs entstehen. Sie sollen beispielhaft sein, das heißt auf andere deutsche Stadt-Regionen übertragbar sein. Damit wird die Stadt-Region Braunschweig zur Referenzregion künftiger Entwicklungen.

Ziel von STADT+UM+LAND 2030 ist es, mit den Leitbildern und Strategien zur Lösung der anstehenden Probleme in der Stadt-Region beizutragen. Die Erarbeitung der handlungsorientierten Leitbilder geschieht im intensiven Dialog zwischen Politik, Verwaltung, Bevölkerung, regionalen und externen Akteuren sowie unter Einbezug eines interdisziplinären Forschungsverbundes. Letzterer setzt sich aus den folgenden Forschungseinrichtungen zusammen:

  • Institut für Städtebau und Landschaftsplanung der TU Braunschweig
    (Prof. Walter Ackers),
  • Institut für Sozialwissenschaften der TU Braunschweig
    (Prof. Dr. Klaus Lompe),
  • Institut für Verkehr und Stadtbauwesen der TU Braunschweig
    (Prof. Dr. Manfred Wermuth),
  • Institut f. Architektur- und Planungstheorie d. Universität Hannover
    (Prof. Dr. sc. techn. Barbara Zibell),
  • KoRiS - Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung, Hannover
    (Dipl.-Ing. Dieter Frauenholz).

Der Zweckverband Großraum Braunschweig gilt als Geschäftsstelle des Projektes. In seiner Zuständigkeit liegt die Öffentlichkeitsarbeit sowie, in Kooperation mit dem Büro für kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung - KoRiS, die Koordination des Projektes.

Ziel ist eine ganzheitliche Bearbeitung der Themenfelder (Wohnen und Versorgen; Landschaft, Siedlung und Verkehr; Arbeit, Kooperation), indem interdisziplinäre Arbeitsteams gebildet werden. Die Verantwortung der Teams liegt jeweils bei einem federführenden Institut. Die Arbeitsfelder und eventuelle Ergänzungen des Forschungsverbundes erfahren im Wechselspiel mit den Arbeitsfortschritten des Dialogprozesses bedarfs- und zielorientierte Konkretisierungen.

 

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