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Züge ohne Klo? Wer muss, steigt aus Von Uwe Hildebrandt Die Regiobahn-Züge, die ab 2014 in unserer Region rollen sollen, haben möglicherweise keine Toiletten. Dabei dauert eine Fahrt von Bad Harzburg nach Wittingen mehr als zwei Stunden. Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) erklärte in Hannover, die Region Braunschweig sei beim Schienen-Nahverkehr im Vergleich zum Rest des Landes ins Hintertreffen geraten. Großraumverbandsdirektor Hennig Brandes, der erst seit zwölf Tagen im Amt ist, richtet den Blick aber demonstrativ nach vorn: Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass das Land den Einstufungsantrag für die Regiostadtbahn stellen kann. Brandes und seine Mitarbeiter müssen eine Reihe von Problemen aus dem Weg räumen. Mittwoch trafen sie sich mit Vertretern des Eisenbahnbundesamtes, das kritische Nachfragen zur technisch-wirtschaftlichen Prüfung für die Regiostadtbahn gestellt hatte. Knifflig sind derzeit etwa konstruktive Probleme. So
ist zu klären, ob die Regiobahn der Straßenbahnnorm oder
der strengeren Eisenbahnnorm gerecht werden muss. Nach Eisenbahnnorm
müsste die Toilette behindertengerecht sein, und eine solche große
Toilette könnte in diese Fahrzeuge nicht reinpassen, bestätigt
Brandes auf Nachfrage. Kleinere, lediglich behindertenfreundliche
Toiletten ließen sich leicht unterbringen. Der Großraumverband, der bei den Herstellern Alternativ-Kostenvoranschläge für Züge mit und ohne WC angefordert hat, wird aber auch auf die Kosten schauen. Toiletten machen die Züge in der Anschaffung und im Betrieb teurer. Es wird bereits an einen Plan B gedacht: Toiletten an vereinzelten Regiobahnhöfen. |