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Geplatzter Start lässt Kragen platzen Sassenburg-Chef wollte Regiobahn-Anbindung zur neuen IGS Meiner planen Im Kleinen weiter Von Dieter Prüschenk und Yvonne Buchwald GIFHORN. Spätestens in zweieinhalb Jahren sollte sie auch im Landkreis fahren, die seit Mitte der 90er Jahre diskutierte und geplante Regiostadtbahn von Braunschweig über Meine nach Gifhorn. Nun soll der erste Zug 2014 rollen einige sehen bereits das Aus. "Und die geplante Regiostadtbahn macht den Besuch der IGS auch für die Papenteicher Schüler sehr viel attraktiver", schwärmte noch vor kurzem Sassenburgs Bürgermeister Volker Arms (SPD) über die Vorzüge des neuen IGS-Standorts. Arms Überlegungen dürften indes spätestens seit gestern einen Dämpfer erhalten haben. Denn der für das Millionen-Projekt federführende Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) informierte am Mittwoch die Mitglieder seines Ausschusses für Regionalverkehr, dass der für 2012 geplante Start der Regiobahn erneut verschoben werden müsse, diesmal auf das Jahr 2014. "Kostensicherheit geht vor Inbetriebnahme" wurde unter anderem als Grund genannt (wir berichteten). Anders als Gifhorns Erster Stadtrat Walter Lippe, der die Planungen für die Bereiche der Haltestellen weiter auf Jahre blockiert sieht, wollen die Kommunalpolitiker in Meine an den geplanten Investitionen festhalten: Der Bauausschuss wird am 31. August über "Fahrradständer für den Haltepunkt der Regiostadtbahn" beraten. "Die Situation hat sich jetzt zwar geändert, aber wir können mit dem Radständer nicht warten, bis die Regiobahn kommt", erklärt Bürgermeisterin Ines Kielhorn (SPD), sieht auch unter den Jugendhaus-Nutzern Bedarf. "Ich bin es leid und stinksauer. Mir platzt der Kragen", ärgerte sich gestern Detlef Tanke, Vize-Chef der SPD-Landtagsfraktion und Vize-Vorsitzender der ZGB-Verbandsversammlung. Er will geklärt wissen: "Wer ist dafür verantwortlich?" Es sei schon abenteuerlich, wenn die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), eine der Landesregierung nachgeordnete Gesellschaft, "jeden Tag neue Fragen auftischt und alle halbe Jahre ein neues Gutachten fordert". Tanke: "Wirtschaftsminister Rösler scheint nicht Herr im eigenen Haus zu sein." Denn die LNVG zögere eine Umsetzung des Projekts permanent hinaus. Der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Nerlich erklärte: "Das ist eine große Katastrophe." Es sei schwer zu verstehen, dass nach so langer Zeit der Diskussion und Vorbereitung der Start wiederum verschoben werde. "Obwohl das Land finanziell alles geregelt hat." Nerlich: "Was ist das für eine Planung, wenn es ohne eine klare Begründung wieder zwei Jahre länger dauert?" Er befürchtet neben dem psychologischen Debakel auch, dass die Kosten davonlaufen könnten. Adolf Bannier, FDP-Fraktionssprecher im Gifhorner Kreistag und Mitglied der Zweckverbandsversammlung, nimmt wohl gleichfalls seinen Parteifreund Philipp Rösler in die Pflicht, indem er in einer Pressemitteilung unter anderem erklärt: "Verwaltung, ebenso wie die Politik, sollen zu ihrer übernommenen Verantwortung stehen und die Regionalbahn, trotz aller Hindernisse, konsequent vorantreiben." |