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Weichenstellung für Regio-Bahn erwartet Nahverkehrsgesellschaft des Landes prüft Straßenbahn-Bereich Von Ralph-Herbert Meyer Eine entscheidende Weichenstellung für die Regio-Bahn erwartet der Großraumverband Braunschweig bis zum Monatsende. Die Nahverkehrsgesellschaft des Landes in Hannover prüft die Pläne für den Straßenbahn-Bereich des 200-Millionen-Euro-Vorhabens. Die Pläne betreffen in erster Linie Braunschweig. Und sie sind vorentscheidend für das Gesamtprojekt. Denn obwohl die Straßenbahnschienen im Stadtgebiet lediglich sieben Prozent der Gesamtstrecke ausmachen, verursachen sie etwa die Hälfte der Kosten. "Die Ergebnisse der Prüfung sind Grundlage für die Verträge. Wenn sie vorliegen, sind wir einen großen Schritt weiter", sagt Nils Droste vom Großraumverband. Die Pläne für den Bereich Eisenbahn prüft das Eisenbahn-Bundesamt in Bonn. Ein Termin für dies Ergebnis ist noch nicht bekannt. Für die Infrastruktur im Straßenbahn-Bereich müssen Verträge mit der Verkehrs AG geschlossen werden. Für den Eisenbahn-Bereich sind Kontrakte mit Gesellschaften der Deutschen Bahn notwendig. Eine Entscheidung über den Betreiber der Regio-Bahn soll dann bis Ende des Jahres fallen. "Es liegen mehrere Angebote vor", versichert Dorste. "Wir sind auf der Zielgeraden der Realisierung", sagt er. In Braunschweig liegen bereits etwa 30 Prozent des für die Regio-Bahn notwendigen dritten Gleises. Die Regio-Bahn benötigt eine größere Spurbreite als die Straßenbahnen. Die Stadt ist in Vorleistung getreten, obwohl die Regio-Bahn noch keine beschlossene Sache ist. 70 Prozent der in Braunschweig anfallenden Kosten sollen Bund und Land fördern. Die Stadt ist mit zehn, der Großraumverband mit 20 Millionen Euro beteiligt. Die großen Umbauten auf dem Stadtgebiet stehen bei den Systemwechseln von Eisenbahn- auf Straßenbahnschienen am Haupt- und Nordbahnhof sowie auf dem Kennedy-Platz und am Hagenmarkt an. Für die Kreuzung Hagenmarkt etwa muss eine riesige Stahlplatte mit den vielen Spuren der Bahnen gefräst werden. Mit normalen Weichen käme man an der Stelle nicht mehr klar. |