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Regiobahn soll durch Wolfsburg rollen
Nahverkehrs-Konzept der SPD: Modernes System für "einen Appel und ein Ei"

Von Thomas Kruse

Das passende Motto für ihre verkehrspolitischen Konzepte haben Wolfsburgs Sozialdemokraten gefunden. "Wir wollen mehr Zug in den Verkehr bringen", formulierte Fraktionssprecher Hans-Georg Bachmann durchaus flott bei der Vorstellung des Nahverkehrsplanes von 2008 bis 2012.

Eine Arbeitsgruppe um die Verkehrsexperten Erich Schubert, Martina Breier und Sabah Enversen hat sich Gedanken darüber gemacht, wie Wolfsburg in die Planungen für ein Regionstadtbahn-Netz eingebunden werden kann – und zwar "mit hoher Priorität und schnellstmöglich", wie Schubert anmahnte.

Sabah Enversen hält eine Anbindung an das umweltfreundliche und komfortable Verkehrsmittel Regionstadtbahn zwingend geboten. "Auf der europäischen Ebene wird intelligenter Nahverkehr zu einem bedeutenden Standortvorteil werden. Dass Wolfsburg bisher nicht an dem Projekt beteiligt ist, ist ein Unding. Da müssen wir mit Riesenschritten aufholen", fordert der SPD-Mann.

Favorisiert wird von der SPD ganz klar die Anbindung an die Regiostadtbahnen von Braunschweig nach Stendal sowie von Gifhorn nach Stendal. Im Vorgriff auf diese Pläne sollten kurzfristig folgende neue Haltepunkte gebaut werden: Vorsfelde, Allerpark, VW-Arena, Gewerbegebiet-Ost, Autovision, Mobile-Life-Campus und Sülfeld. "Das Busnetz müsste dann entsprechend überplant werden", ergänzte Martina Breier.

Mit zwei Anträgen an die Verwaltung will die SPD-Fraktion Bewegung in das Thema bringen. "Wir möchten, dass sie da noch in dieser Wahlperiode etwas bewegt", drückt Hans-Georg Bachmann aufs Tempo. Für Erich Schubert ist die Finanzierung kein Problem, Gelder von Bund und Land stünden zur Verfügung. "Wir könnten für einen Appel und ein Ei ein hoch modernes Verkehrssystem installieren", ist sich Schubert sicher.

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