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Mit der S-Bahn bis in den Harz
Vom Projekt Regiostadtbahn profitieren auch Bad Bodenteich und der Landkreis

Von Walter Manicke

Bad Bodenteich. Es war in den vergangenen Wochen still geworden um das Projekt Regiostadtbahn. Doch die Signale stehen auf Grün, denn die Bahn hat die Entwurfsplanung inzwischen geprüft und sich dazu bekannt. Die genauen Planungen sollen am kommenden Dienstag in Braunschweig vorgestellt werden.

Hinter dem Projekt verbirgt sich die Anbindung des ländlichen Raumes an Braunschweig durch die Regiostadtbahn. Der Vorteil: Die Züge können im normalen Bahnverkehr eingesetzt werden und fahren dann als S-Bahn durch Braunschweig. Ein Umsteigen wäre nicht mehr nötig.

Von der Regiostadtbahn möchten auch der Flecken Bad Bodenteich und der Landkreis Uelzen profitieren, denn die geplante Strecke würden von der Uhlenköperstadt über Bad Bodenteich, Wittingen und Braunschweig bis nach Bad Harzburg und Goslar führen. Ideal für den Tourismus, wie Gemeindedirektor Rainer Kölling findet. Und der Flecken hat seine Hausaufgaben gemacht, ein Konzept für Bad Bodenteich mitsamt der Nutzung des Bahnhofs erarbeitet. Damit die Strecke gesichert wird, rechnet Kölling mit einer finanziellen Beteiligung der Kommunen.

Während für den Abschnitt zwischen Harz und Wittingen der Zweckverband Großraum Braunschweig zuständig ist, ist es im Abschnitt zwischen Uelzen und Wittingen die Nahverkehrsgesellschaft Hannover. Während die Züge zwischen Wittingen und Braunschweig im 60-Minuten-Takt rollen, fahren sie zwischen Wittingen und Uelzen alle zwei Stunden. Rollen sollen auf der Strecke moderne Fahrzeuge, sogeannnte Hybridfrahrzeuge. Die Planungen sehen vor, dass 2009 die 1. Ausbaustufe und die Aufnahme des Betriebes zwischen Gifhorn und Uelzen erfolgt. Ab 2012 soll die Regiostadtbahn durch den gesamten Großraum auf modernisierten Gleisanlagen mit neuer Leit- und Sicherungstechnik rollen.

Die Gesamtkosten werden mit rund 230 Millionen Euro veranschlagt. Hiervon entfallen auf den Streckenabschnitt Bodenteich 1,358 Millionen Euro. Investiert wird in die Errichtung eines 80 Meter langen Regelbahnsteigs, einen zweiten Bahnsteig für den Kreuzungsfall sowie den Rückbau und die Anpassung der Gleisanlagen und die Investitionen in die Leit- und Sicherheitstechnik. Die Kostenbeteiligung durch den Landkreis liegt hierfür bei rund 66000 Euro.

Im Zuge des Projektes hat der Flecken große Pläne mit dem Bahnhof, wie Kölling im AZ-Gespräch erklärt. Voraussetzung ist, dass das Stellwerk, das sich mitten im Bahnhof befindet, entfernt wird. Das neue Stellwerk würde sicherlich von Wittingen aus gesteuert, meint Kölling.

Der Bahnhof, der einen behindertengerechten Zugang erhält, soll ein Dienstleistungs- und Informationszentrum auf 560 Quadratmetern werden. Umfangreiche Sanierungsarbeiten (neues Dach, Fenster, Fassade, Elektro, Heizung und Sanitär) sind geplant. Die Kosten werden mit rund 518000 Euro veranschlagt.

Im Zuge des Projektes Regiostadtbahn sollen auch die Bahnunterführung in Lüder und der Bahnübergang am Waldbad in Bad Bodenteich saniert werden.

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