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Tristesse und Birken an Bahnsteig 1

(rtm) Spätestens wenn die Regiobahn in Gifhorn hält, soll der Bahnhof Stadt auch zum Aussteigen einladen. Ob sein Erscheinungsbild bis dahin gewinnt, ist fraglich. Gestern traf sich auf Bahnsteig 1 die Kreis-SPD mit Projektleiter Dr. Norbert Wolff vom Zweckverband Großraum Braunschweig.
Glasscherben und Tetrapacks liegen zwischen Schienen und Bahnsteig, neben Wildkräutern, Getreide und jungen Birken, die aus dem Gleisbett wuchern. Graffiti und abblätternde Farbe zieren die Fassade des Bahnhofgebäudes, in dessen Wartesaal kein Leben mehr herrscht. Der Fahrkartenautomat daneben setzt am Fuß schon Rost an.
Wolff bringt Zukunftsvisionen mit, als er aus Regionalbahn 24776 aus Braunschweig aussteigt. Mit der ersten Einfahrt der Regiostadtbahn werden die Gleisen saniert sein und die Bahnsteige auf beiden Seiten erneuert. Diese reichen dann – zweieinhalb Meter breit, 80 Meter lang und in der richtigen Höhe für einen bequemen Einstieg in den Schienenbus – bis zum Bahnübergang an der Braunschweiger Straße und seien von dieser aus auf beiden Seiten zu betreten.
„Was machen wir bis dahin?”, fragte SPD-Chef Detlef Tanke, Klagen von Bürgern über den Zustand des Bahnhofs im Ohr. „So ein Kreisstadtbahnhof sollte auch den Eindruck vermitteln, in einer Kreisstadt anzukommen”, sagte Landtagsabgeordneter Klaus Schneck.
Da seien die Unternehmen DB Netz und DB Service die Ansprechpartner, sagte Wolff. Er regte an, dass sowohl Zweckverband, als auch Landkreis und Stadt mit ihnen sprechen sollten. Diese sagten sich vielleicht: „Da kommt bald was Neues, da brauchen wir jetzt nichts zu machen.”

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