|
Verkehrsplanung > Mobilitätsuntersuchung 2010 |
|
Mobilitätsuntersuchung für den Großraum Braunschweig
Die letzte Mobilitätsuntersuchung stammt aus dem Jahr 1996. Seitdem haben sich viele Verkehrsgewohnheiten geändert. Gründe hierfür sind eine veränderte Bevölkerungsstruktur und andere Rahmenbedingungen, z.B. geänderte Ladenöffnungszeiten. Aber auch das seit 1996 verbesserte Nahverkehrsangebot und die Einführung des Verbundtarifs haben sich ausgewirkt. Es soll nicht nur der öffentliche Verkehr untersucht werden, sondern auch der private Auto- und Fahrradverkehr. Auch der Wochenend- und Freizeitverkehr werden betrachtet. Die Untersuchung umfasst die folgenden Arbeitspakete: Fahrgasterhebung: In der Zeit vom 20.02.10 - 19.03.10 und 07.04.10 - 31.05.10 werden die Fahrgäste in Bussen, Stadt- und Regionalbahnen auf repräsentativ ausgewählten Fahrten befragt und gezählt. Gefragt wird nach Ein- und Ausstiegshaltestelle, nach eventuellen Umstiegen sowie nach dem benutzten Fahrschein. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig. Die Ergebnisse werden, getrennt nach den Wochentagstypen Montag - Freitag, Samstag und Sonntag auf die Gesamtheit der Fahrgäste, die an diesem Wochentagstyp mit dem öffentlichen Personennahverkehr unterwegs sind, hochgerechnet. Haushaltsbefragung: Hiermit sollen Erkenntnisse über das Mobilitätsverhalten aller Bewohner der Region gewonnen werden. Es werden repräsentativ ausgewählte Haushalte angeschrieben und alle Personen über sechs Jahre aus dem Haushalt gebeten, ihre an einem vorgegebenen Stichtag durchgeführten Fußwege und Fahrten in einen standardisierten Fragebogen einzutragen. Gefragt wird nach Ziel und Zweck der Fahrt und nach dem gewählten Verkehrsmittel. Auch hier werden die Wochentagstypen Montag-Freitag, Samstag und Sonntag getrennt ausgewertet. Die Erhebungsperiode für die Haushaltsbefragung läuft vom 10.04.2010 bis zum 30.04.2010. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig. Die Bestimmungen des Datenschutzgesetzes werden eingehalten. Mehr Informationen zur Haushaltsbefragung sind unter www.haushaltsbefragung2010.de zu finden. Verkehrsmodell: Die aus den Erhebungen gewonnen Daten fließen zusammen mit kleinräumig vorhandenen Strukturdaten (Einwohnerzahlen nach Altersgruppen und Geschlecht, Arbeitsplätze, Schulplätze, Einzelhandelsstandorte, Freizeiteinrichtungen etc.) in ein Verkehrssimulationsmodell ein, mit dessen Hilfe eine Hochrechnung auf die Verkehrsnachfrage im Gesamtraum möglich ist. Mit Hilfe des Modells wird die Nachfrage auf den öffentlichen Nahverkehr und den Individualverkehr aufgeteilt (Modal-Split) und anschließend auf das vorhandene Verkehrsangebot umgelegt. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise die Frage beantworten, auf welchen Relationen der vorhandenen Verkehrsnachfrage kein angemessenes Angebot im ÖPNV gegenübersteht. Prognose 2020: Mit dem Verkehrssimulationsmodell können auch Prognosefälle durchgerechnet werden. Für den sog. Prognose-Nullfall werden die demographischen Veränderungen im Untersuchungsraum sowie die Veränderungen des Verkehrsangebotes, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum Prognosejahr realisiert werden, in das Modell eingebracht. Diese Prognose bildet den voraussichtlichen Zustand ab, der eintritt, wenn keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden. Auf den Nullfall aufbauend können weitere Prognosefälle entwickelt werden, anhand derer die Auswirkungen von Verkehrsmaßnahmen beurteilt werden können. Zeitplan: Mit ersten Ergebnissen ist nach der Sommerpause zu rechnen. Die gesamte Untersuchung wird voraussichtlich im Frühjahr 2011 abgeschlossen sein. Zwischenberichte und der Endbericht werden an dieser Stelle veröffentlicht werden.
|